Wurzelkanaltherapie

Hat ein Zahn ein sehr tiefes Loch, das bis an die Pulpa - den Zahnnerv - heranreicht, so entzündet sich in der Regel dieser Zahnnerv aufgrund der Anwesenheit der Bakterien, die die Karies verursacht haben. Der Nerv muss entfernt werden, dies ist die einzige Mäglichkeit, den Zahn zu erhalten. Geschieht das nicht muss der Zahn gezogen werden.

Ablauf der Behandlung

Nach Betäubung des Zahnes durch Applikation eines Lokalanästhetikums wird die Karies vollständig entfernt und der Hohlraum im Zahn, in dem sich der Zahnnerv befindet, wird eröffnet.

Die Kanaleingänge werden aufgesucht und die exakte Länge der Kanäle wird mit einer Rötgenaufnahme oder mit einem elektronischem Messgerät bestimmt. Anschließend werden die Kanäle mit modernsten, flexiblen Nickeltitaninstrumenten gereinigt und erweitert. Nach Spülungen (zum Reinigen der Kanäle und Abtöten restlicher Bakterien) und Trocknung der Kanäle werden die Kanäle dicht verschlossen, entweder mit der herkömmlichen "kalten" Methode mit Guttaperchaspitzen oder der modernen, "warmen" Methode, bei der die Guttapercha, die an einem gewebeverträglichen Stift haftet, erwärmt wird. Sie wird dadurch fließfähig und verteilt sich somit gut im gesamten Wurzelkanal und kann sogar in die feinen Seitenkanäle vordringen.

Nach einer geringen Wartezeit muss ein solcher, wurzelkanalbehandelter Zahn in der Regel mit einer Krone versorgt werden, da er durch die große Kavität und die nicht mehr vorhandene Versorgung von innen, bruchgefährdet ist.

Bedenken Sie bitte:

Die Gesundheitsreform 2004 hat für den gesetzlich Versicherten deutliche Einschränkungen bei Wurzelkanalbehandlungen, insbesondere im Bereich der Backenzähne, gebracht.

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Darstellen der Kanaleingänge Darstellen der Kanaleingänge
Aufbereiten der Wurzelkanäle Aufbereiten der Wurzelkanäle
Wurzelfüllung mit erwärmter Guttapercha Wurzelfüllung mit erwärmter Guttapercha