Fluoride

Untersuchungen haben gezeigt, dass die Erziehung durch die Eltern eine große Bedeutung dafür hat, ob die Kinder Problembewältigungstechniken und Streßtoleranz entwickeln konnten.

Um auf die speziellen psychologischen und zahnmedizinischen Erfordernisse bei der Kinderbehandlung besser eingehen zu können, haben wir spezielle Kindertage unter der Leitung der sich auf Kinderbehandlung spezialisierenden Zahnärztin Frau Leonie Kohlsaat eingeführt.

Auch wenn Zahnbehandlungsängste erlernt sind, sind Kinder unterschiedlich anfällig. Persönlichkeitsfaktoren und das soziale Umfeld spielen eine Rolle für die Belastbarkeit eines Kindes. Allgemeine Ängstlichkeit ist ein Faktor, der zeigt, dass das Kind auch für die Entwicklung von Zahnbehandlungsängsten gefährdet ist.

Bei der Zahnbehandlung von Kindern dürfen die Eltern gerne im Behandlungszimmer dabei sein. Sie sollten sich aber am besten nicht in die Behandlung einmischen, sondern sie nur beobachten.

Man braucht sich für das Benehmen eines ängstlichen Kindes nicht zu schämen. Das Kind sollte deshalb nicht dafür bestraft werden oder mit Strafe bedroht werden.

Genauso falsch ist es aber, das Kind zu sehr schützen zu wollen. Eine aufgeregte Mutter steckt meistens das Kind mit ihrer eigenen Angst an und macht es dem Kind somit schwerer, die Behandlung mitmachen zu können. Äußerungen wie "Es tut nicht weh!" oder "Du brauchst keine Angst zu haben!" sollten nicht fallen, da sie eher das Kind vermuten lassen, dass etwas sehr Schlimmes bevorsteht. In solchen Sätzen hören Kinder nur die Worte "Angst" und "weh", denn mit diesen Begriffen und den dahinterliegenden Gefühlen haben sie bereits Erfahrungen gesammelt. Die Verknüpfung mit "nicht" (weh) und "keine" (Angst) können Kinder in der Regel nicht verarbeiten.

Untersuchungen haben gezeigt, das Kinder, die an einer Kletterstange klettern viel häufiger runterfallen, wenn man ihnen sagt: "Fall nicht runter" als wenn man ihnen sagt: "Halt dich fest". Im ersten Fall denken sie dann nur an den Begriff "runterfallen" und die damit verbunden Tätigkeit des Fallens. Im zweiten Falle konzentrieren sie sich auf das "festhalten" und können der Aufforderung viel leichter folgen, denn sie tun ja genau das, was man Ihnen sagt. Beim "Fall nicht runter" müssen sie erst ans Fallen denken und dann überlegen was sie tun können, damit es nicht passiert. Dieser Gedankenprozess ist für Kinder in jungen Jahren zu komplex und somit nicht nachvollziehbar.

Wenn dem Kind für gutes Verhalten etwas als Belohnung angeboten werden sollte, darf diese Belohnung nicht zu groß sein, da die Zahnbehandlung dann dementsprechend schwierig erscheinen könnte. Sollte das Kind sich doch nicht so verhalten wie erwünscht, darf die Belohnung nicht als Bestrafung ausbleiben. Das Kind kann in der Regel nichts dafür, dass es die Anforderungen nicht meistern kann.

Es ist Sache des Zahnarztes, die Anforderungen so zu dosieren, dass das Kind damit fertig werden kann. Kinder sollten am besten schon zum Zahnarzt gehen, sobald sie die ersten Zähne haben, und dann regelmäßig zweimal im Jahr, auch wenn sie keine Probleme mit den Zähnen haben. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass Ihr Kind keine Löcher hat, nur weil Sie keine sehen oder weil keine Zahnschmerzen angegeben werden. Untersuchungen zeigen, dass die meisten Eltern die Zahngesundheit ihrer Kinder überhaupt nicht einschätzen können. Gerade daher ist die regelmäßige Kontrolle durch den Zahnarzt so wichtig. Nur so können Schäden, Schmerzen und furchterregende Behandlungen im Vorfeld vermieden werden.

Kinder müssen auch die richtige Zahnpflege beim Zahnarzt lernen, damit Zahnschäden erst gar nicht entstehen können. Wenn das Kind häufiger zum Zahnarzt gehen kann, ohne dass dort gebohrt wird, wird das Kind gegen Zahnbehandlungsängste "geimpft". Es lernt Zahnärzte als freundliche Menschen kennen, und dies hilft dem Kind, spätere Zahnbehandlungen, sollten sie doch irgendwann einmal notwendig werden, besser zu bewältigen.

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Moinmoin ich bin Bronco das Putzpferd!
Ich fühl mich fast überall wohl. Am liebsten mit geputzten Zähnen!